Was folgt daraus überarbeitet

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2025-06-08 16:32:02 +02:00
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@ -114,16 +114,11 @@ In der heutigen digitalen Infrastruktur entsteht die Möglichkeit, an diese Idee
Die digitale Agora ist kein Ort des Urteils, sondern der Einladung mitzugehen, mitzudenken, zu widersprechen und weiterzudenken. Wer sich dort zeigt, gibt etwas preis ohne sich bloßzustellen und den eigenen Erkenntnisweg zur Verfügung zu stellen. Und vielleicht wird genau dadurch wissenschaftliche Kommunikation wieder das, was sie zu Beginn war: ein gemeinsames Ringen um verstehbare Welt. Die digitale Agora ist kein Ort des Urteils, sondern der Einladung mitzugehen, mitzudenken, zu widersprechen und weiterzudenken. Wer sich dort zeigt, gibt etwas preis ohne sich bloßzustellen und den eigenen Erkenntnisweg zur Verfügung zu stellen. Und vielleicht wird genau dadurch wissenschaftliche Kommunikation wieder das, was sie zu Beginn war: ein gemeinsames Ringen um verstehbare Welt.
# Was folgt daraus? ## Was folgt daraus?
- Eine neue Form epistemischer Verantwortung, Die Offenlegung des Denkens führt zu einer Praxis, in der Verantwortung als integraler Bestandteil wissenschaftlicher Arbeit verstanden wird im Ergebnis ebenso wie im Verlauf. Erkenntnis gewinnt an Tiefe, wenn ihr Weg sichtbar bleibt. Die Schritte dahin, ihre Revisionen und Übergänge, bilden eine nachvollziehbare Geschichte, die mitgetragen und mitgedacht werden kann. Wissenschaftliche Teilhabe erhält unter diesen Bedingungen neue Formen. Menschen mit unterschiedlichen Zugängen, Erfahrungen und Perspektiven können sich beteiligen in der Rezeption, im Dialog, in der Weiterentwicklung. Das Zusammenspiel von Prozess und Produkt schafft Räume, in denen sowohl Tiefe als auch Anschluss möglich werden. Veröffentlichungen entstehen nicht allein aus formalen Kriterien, sondern durch ihre Verankerung im Kontext. Bedeutung erhält, was eingebettet ist: zeitlich, argumentativ, nachvollziehbar. So entsteht ein wissenschaftlicher Raum, der Entwicklung sichtbar hält nicht als Zwischenstadium, sondern als wesentlichen Teil des Erkenntnisgeschehens.
- die Einbeziehung von Laien wie Fachkolleg:innen, Der radikale Epistemolismus steht damit für eine erweiterte Verantwortungsgemeinschaft für alle, die denken, schreiben, veröffentlichen oder begleiten und damit zur Verständigung beitragen. Die Einladung lautet, gemeinsam an einer Wissenschaft zu arbeiten, die Beweglichkeit, Rückverfolgbarkeit und Resonanz verbindet im Wissen darum, dass jede Einsicht Teil einer größeren Bewegung ist.
- eine Wissenschaft, die nicht mehr nur Produkt, sondern Prozess ist,
- eine Veröffentlichungskultur, die sich nicht nach Format, sondern nach Inhalt und Entwicklung beurteilen lässt.
# Systemische Einladung zur Mitwirkung # Systemische Einladung zur Mitwirkung