diff --git a/Radikaler Epistemolismus.md b/Radikaler Epistemolismus.md index 5ae541e..76e38f3 100644 --- a/Radikaler Epistemolismus.md +++ b/Radikaler Epistemolismus.md @@ -130,12 +130,12 @@ Mitwirken beginnt mit Aufmerksamkeit. Wer sich auf diese Form des Arbeitens einl > Radikaler Epistemolismus eröffnet die Möglichkeit, Wissen zu formulieren und zugleich dessen Entstehung sichtbar zu begleiten – gemeinsam, nachvollziehbar, dialogisch. -# Vision: Der digitale Marktplatz des Denkens +## Vision: Der digitale Marktplatz des Denkens -Ich stelle mich auf den Marktplatz. Aber nicht, um zu rufen. Sondern, um sichtbar zu machen, wie Denken geschieht. Jeder darf zuhören. Jeder darf mitdenken. Jeder darf widersprechen. Jeder darf mich korrigieren. +Ein Marktplatz ist ein öffentlicher Raum. Wer dort steht, zeigt sich – mit Stimme, mit Haltung, mit Zweifeln. Im Denken bedeutet das: nicht nur das Ergebnis zu teilen, sondern den Weg dorthin. Auch das Zögern, das Streichen, das Neuansetzen. Sichtbar zu werden heißt in diesem Zusammenhang, sich verletzlich zu machen – nicht als Geste, sondern als Entscheidung. Der radikale Epistemolismus begreift diese Verletzlichkeit als Teil wissenschaftlicher Redlichkeit. Ein Gedanke, der sich entwickeln darf, bleibt offen für Rückmeldung. Ein Text, der im Werden gezeigt wird, bleibt offen für Erfahrung. Ein Erkenntnisprozess, der sichtbar wird, lädt zur Begegnung ein – nicht auf Augenhöhe im Sinne von Gleichheit, sondern im Sinne von geteiltem Ernst. -> Radikaler Epistemolismus bedeutet: Ich nehme Wissenschaft ernst. So ernst, dass ich nichts davon verberge. +Diese Einladung ist real. Unter [git.jochen-hanisch.de/b-Quadrat/der-blog](https://git.jochen-hanisch.de/b-Quadrat/der-blog/commits/branch/main/Radikaler%20Epistemolismus.md) wird die Entwicklung dieses Textes nachvollziehbar. Jede Version trägt eine Spur – von Formulierung, von Unsicherheit, von Entscheidung. Wer möchte, kann lesen. Wer will, darf rückmelden. Wer selbst denkt, findet Anschluss. Der Marktplatz ist kein Ort der Vollendung. Er ist ein Ort des Dazwischen. Und genau dort – zwischen Entwurf und Antwort, zwischen Gedanke und Reaktion – entsteht die Möglichkeit, gemeinsam wissenschaftlich zu sein. + +> Radikaler Epistemolismus bedeutet, offen zu bleiben: für Wandel, für Kritik, für das, was im Denken erst noch entstehen kann. --- - -_Dieser Beitrag basiert auf meiner eigenen Methode, wie sie unter ********************************[Hinweise](https://jochen-hanisch.de/Allgemein+beruflich/Webseite+Jochen+Hanisch/Hinweise)******************************** dokumentiert und unter ********************************[git.jochen-hanisch.de/research](https://git.jochen-hanisch.de/research)******************************** versioniert ist._ \ No newline at end of file