From e2fac4c302eb9a10f60ac5bdbfa02bec814c1923 Mon Sep 17 00:00:00 2001 From: Jochen Hanisch-Johannsen Date: Sat, 5 Jul 2025 21:35:03 +0200 Subject: [PATCH] =?UTF-8?q?Analyse=20zweiter=20Ordnung:=20Kapitel=20Einlei?= =?UTF-8?q?tung=20=C3=BCberarbeitet?= MIME-Version: 1.0 Content-Type: text/plain; charset=UTF-8 Content-Transfer-Encoding: 8bit --- Methodologie/Analyse zweiter Ordnung.md | 2 +- 1 file changed, 1 insertion(+), 1 deletion(-) diff --git a/Methodologie/Analyse zweiter Ordnung.md b/Methodologie/Analyse zweiter Ordnung.md index 75b417e..aedbdad 100644 --- a/Methodologie/Analyse zweiter Ordnung.md +++ b/Methodologie/Analyse zweiter Ordnung.md @@ -21,7 +21,7 @@ Im Rahmen wissenschaftlicher Analyseverfahren hat sich zunehmend die Notwendigke Das hier verfolgte Erkenntnisinteresse richtet sich auf die konzeptionelle Fassung eines Analyseverfahrens, das sich nicht direkt auf Primärmaterial bezieht, sondern auf bereits vorliegende Analysehandlungen. Der Fokus verschiebt sich somit von der Beobachtung eines Gegenstandes zur Beobachtung der Analyse dieses Gegenstandes. Entscheidend ist dabei, dass diese Erstanalysen selbst als unterscheidbare, dokumentierte und rekonstruierbare Operationen vorliegen, d.h. unabhängig davon, ob sie von menschlichen, kollektiven oder maschinellen Instanzen durchgeführt wurden. -Die Bezeichnung Analyse zweiter Ordnung soll eine generalisierbare, theorieoffene und zugleich methodologisch präzise Kategorie bezeichnen, die es erlaubt, Analyseprozesse selbst zum Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchung zu machen. Dabei geht es nicht lediglich um eine metatheoretische Betrachtung im Sinne reflexiver Methodenkritik, sondern um die systematische Analyse von Struktur, Logik, epistemischen Voraussetzungen und heuristischen Entscheidungen innerhalb bereits durchgeführter Analysen. Die Analyse zweiter Ordnung zielt damit auf eine epistemologisch fundierte Erweiterung des wissenschaftlichen Analysebegriffs – anschlussfähig sowohl an qualitative wie quantitative Forschungstraditionen, an menschliche wie maschinengestützte Verfahren, an klassisch-hermeneutische wie digital-automatisierte Erkenntnissysteme. +Die Bezeichnung Analyse zweiter Ordnung soll eine generalisierbare, theorieoffene und zugleich methodologisch präzise Kategorie bezeichnen, die es erlaubt, Analyseprozesse selbst zum Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchung zu machen. Dabei geht es nicht lediglich um eine metatheoretische Betrachtung im Sinne reflexiver Methodenkritik, sondern um die systematische Analyse von Struktur, Logik, epistemischen Voraussetzungen und heuristischen Entscheidungen innerhalb bereits durchgeführter Analysen. Die Analyse zweiter Ordnung zielt damit auf eine epistemologisch fundierte Erweiterung des wissenschaftlichen Analysebegriffs und damit anschlussfähig sowohl an qualitative wie quantitative Forschungstraditionen, an menschliche wie maschinengestützte Verfahren, an klassisch-hermeneutische wie digital-automatisierte Erkenntnissysteme. # 1 Definition