Analyse zweiter Ordnung: Kapitel Einleitung überarbeitet

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2025-07-05 21:35:03 +02:00
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@ -21,7 +21,7 @@ Im Rahmen wissenschaftlicher Analyseverfahren hat sich zunehmend die Notwendigke
Das hier verfolgte Erkenntnisinteresse richtet sich auf die konzeptionelle Fassung eines Analyseverfahrens, das sich nicht direkt auf Primärmaterial bezieht, sondern auf bereits vorliegende Analysehandlungen. Der Fokus verschiebt sich somit von der Beobachtung eines Gegenstandes zur Beobachtung der Analyse dieses Gegenstandes. Entscheidend ist dabei, dass diese Erstanalysen selbst als unterscheidbare, dokumentierte und rekonstruierbare Operationen vorliegen, d.h. unabhängig davon, ob sie von menschlichen, kollektiven oder maschinellen Instanzen durchgeführt wurden. Das hier verfolgte Erkenntnisinteresse richtet sich auf die konzeptionelle Fassung eines Analyseverfahrens, das sich nicht direkt auf Primärmaterial bezieht, sondern auf bereits vorliegende Analysehandlungen. Der Fokus verschiebt sich somit von der Beobachtung eines Gegenstandes zur Beobachtung der Analyse dieses Gegenstandes. Entscheidend ist dabei, dass diese Erstanalysen selbst als unterscheidbare, dokumentierte und rekonstruierbare Operationen vorliegen, d.h. unabhängig davon, ob sie von menschlichen, kollektiven oder maschinellen Instanzen durchgeführt wurden.
Die Bezeichnung Analyse zweiter Ordnung soll eine generalisierbare, theorieoffene und zugleich methodologisch präzise Kategorie bezeichnen, die es erlaubt, Analyseprozesse selbst zum Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchung zu machen. Dabei geht es nicht lediglich um eine metatheoretische Betrachtung im Sinne reflexiver Methodenkritik, sondern um die systematische Analyse von Struktur, Logik, epistemischen Voraussetzungen und heuristischen Entscheidungen innerhalb bereits durchgeführter Analysen. Die Analyse zweiter Ordnung zielt damit auf eine epistemologisch fundierte Erweiterung des wissenschaftlichen Analysebegriffs anschlussfähig sowohl an qualitative wie quantitative Forschungstraditionen, an menschliche wie maschinengestützte Verfahren, an klassisch-hermeneutische wie digital-automatisierte Erkenntnissysteme. Die Bezeichnung Analyse zweiter Ordnung soll eine generalisierbare, theorieoffene und zugleich methodologisch präzise Kategorie bezeichnen, die es erlaubt, Analyseprozesse selbst zum Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchung zu machen. Dabei geht es nicht lediglich um eine metatheoretische Betrachtung im Sinne reflexiver Methodenkritik, sondern um die systematische Analyse von Struktur, Logik, epistemischen Voraussetzungen und heuristischen Entscheidungen innerhalb bereits durchgeführter Analysen. Die Analyse zweiter Ordnung zielt damit auf eine epistemologisch fundierte Erweiterung des wissenschaftlichen Analysebegriffs und damit anschlussfähig sowohl an qualitative wie quantitative Forschungstraditionen, an menschliche wie maschinengestützte Verfahren, an klassisch-hermeneutische wie digital-automatisierte Erkenntnissysteme.
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